Umwelt

Monitoringbericht 2015 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel

Steigende Temperaturen, feuchtere Winter und häufigere Wetterextreme wirken sich zunehmend auf Städte und Gemeinden aus. Betroffen sind unter anderem die Stadtentwicklung, die Energie-versorgung, die Hochwasser- und die Gesundheitsvorsorge. Das sind die Ergebnisse des im Mai 2015 vorgelegten Monitoringberichts der Bundesregierung zur Anpassung an den Klimawandel.

Der Bericht zeigt auf, welche Veränderungen sich durch den Klimawandel heute schon feststellen lassen und welche Gegenmaßnahmen bereits greifen.

Laut den Ergebnissen des Monitoringberichts ist beispielsweise die Zahl der sogenannten „Heißen Tage“ pro Jahr, mit Temperaturen über 30 Grad in Deutschland von drei auf acht gestiegen. Die über längere Zeiträume andauernden Hitzewellen können sich vielfältig auswirken. In heißen Sommermonaten können aus der Überwärmung der Städte gesundheitliche Belastungen für die Bevölkerung entstehen, wenn sich die Stadträume wegen ihrer spezifischen Charakteristik tagsüber stark aufheizen, ohne sich in der Nacht im gleichen Maße wie das Umland abzukühlen. Aufgrund von Hitzewellen sind Kernkraftwerke gezwungen, ihre Stromproduktion zu drosseln, da nicht genügend Kühlwasser zur Verfügung steht. In vielen Regionen Deutschlands kam es darüber hinaus zu Hochwasserereignissen.

Mit diesen und weiteren Details zeichnet der erste „Monitoringbericht der Bundesregierung zur Anpassung an den Klimawandel“ ein klares Bild von den Folgen des Klimawandels in Städten und Gemeinden und erläutert den aktuellen Stand geeigneter Anpassungsstrategien.

Der Monitoringbericht ist Teil des vom Bundeskabinett beauftragten Fortschrittsberichts zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS), die die Bundesregierung im Dezember 2008 beschlossen hat. Dieser soll künftig regelmäßig, im Abstand von vier Jahren, vorgelegt werden und die Entwicklungen in den 15 Handlungsfeldern der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel beobachten.

Der Bericht ist erhältlich unter: www.umweltbundesamt.de/publikationen/monitoringbericht-2015.

Anmerkung des DStGB

Der Monitoringbericht bekräftigt erneut, dass die Auswirkungen des Klimawandels für Städte und Gemeinden unübersehbar sind. Nur durch eine zielgerichtete Stadtentwicklung und Bauleitplanung, zum Beispiel durch verstärkte Ausweisung und Schaffung von Grünflächen, kann den klimatischen Veränderungen Rechnung getragen werden. Große Herausforderungen bestehen aber auch in der Verkehrsplanung. Hier sind Strategien zur Förderung des Fahrradverkehrs, der Elektromobilität und zum Ausbau des ÖPNV erforderlich.

Auch im Bereich der Hochwasservorsorge sind die Kommunen gefragt, Hochwasserschutzkonzepte zu erarbeiten.

Die Erreichung dieser ambitionierten Ziele lässt sich nur durch eine gezielte Einbeziehung der Bürgerschaft vor Ort erreichen.

Ergänzend zu der Gesamtthematik weisen ist auf folgende Positionspapiere des DStGB hinzuweisen, welche unter www.dstgb.de abgerufen werden können:

  • Positionspapier „Klimaschutz, Energieeffizienz und Gebäudesanierung“
  • Positionspapier „Hochwasserschutz weiter ausbauen - Planungsverfahren beschleunigen“

(Quelle: DStGB-Aktuell 22 vom 29. Mai 2015)

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Peter Krey

Dezernent
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