Planung

Gemeinden mit Aussicht – neue DStGB-Dokumentation erschienen

Eine aktuell erschienene Dokumentation des Deutschen Städte- und Gemeindebundes zeigt anhand von konkreten Beispielen wie Kommunen lebenswerte ländliche Räume gestalten.

Unter dem Titel „Gemeinden mit Aussicht“ schildern Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und weitere Vertreterinnen von Städten, Gemeinden und Kreisen wie sie konkrete Projekte geplant und durchgeführt haben, die ländliche Räume zukunftsfähig machen. Die Palette der Themen reicht von einem Dorfladen, für den Anteilsschiene erworben werden können, einer Ökomodellregion mit ihrem Potenzial für die Wertschöpfung vor Ort, über ein Jugendmobil für Kinder und Jugendliche bis hin zu einer Dorfkneipe in Bürgerhand. Die Beispiele laden unbedingt zum Kennenlernen und Nachmachen ein!

Die Beispiele gliedern sich nach folgenden Handlungsfeldern:

  • Das Wohnen auf dem Land attraktiver gestalten,
  • Einzelhandel auf dem Land,
  • Neue Wege für Mobilität,
  • (Internet-)Surfen auf dem Dorf,
  • Megatrend Landtourismus,
  • Energiewende – Last und Lust,
  • Mission Medizin,
  • Wirtschaftswunder Land,
  • Landlust – Freizeit und Lebenskultur auf dem Land.

Aus dem Vorwort:

„Stadt braucht Land – Land braucht Stadt

Politik und Medien schauen gerne auf die Großstädte. Dieser Blick vernachlässigt, dass Deutschland stark vom ländlichen Raum und den Mittel- und Kleinstädten geprägt ist. Dort ist über die Hälfte der Menschenzuhause. Dort finden sie die Heimat, mit der sie eng verbunden sind.

Die Politik muss deshalb beides im Blick haben: Stadt und Land. Der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands beruht traditionell auf dem guten Miteinander von Stadt und Land. Ein Großteil der Arbeitsplätze, gerade des Mittelstandes als Rückgrat der Deutschen Wirtschaft befindet sich nicht in den Metropolen, sondern im ländlichen Raum.

Die Wirtschaft im ländlichen Raum hat Zukunft: Die Digitalisierung und die damit einhergehende Dezentralisierung von Produktionsstandorten. Eine Energiewende, die den ländlichen Raum von einemnachgeordneten Verbrauchstandort zu einem nachhaltigen Produktionsstandort werden lässt. Der Trend zum Kulturtourismus. Dies alles sind Beispiele dafür, dass Wertschöpfung in diesen Regionen gehalten und sogar ausgebaut werden kann.

Die Herausforderungen des demografischen Wandels treffen Stadt und Land. Unser Grundgesetzgarantiert gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Regionen. Daran müssen wir festhalten, nicht zuletzt, um ein klares Signal zu setzen für die aktive Bürgergesellschaft und ihre lokalen Initiativen, die das Leben in ländlichen Räumen attraktiv gestalten.

In dieser Dokumentation finden sich Beispiele aus den unterschiedlichsten Bereichen der kommunalen Praxis. Sie zeigen sehr deutlich, dass es unzählige „Gemeinden mit Aussicht“ gibt und welch großes Maß an Kreativität in den ländlichen Räumen und ihren Bewohnern zu finden ist.

Diese Auswahl aus den unterschiedlichen kommunalen Aktionsfeldern soll Ideen für die Arbeit vor Ort in den Städten und Gemeinden liefern und dazu beitragen, die Lebensqualität in Stadt und Land noch weiter zu verbessern. Denn für einen starken Standort Deutschland gilt: Stadt braucht Land, Land braucht Stadt!“

Die knapp 40-seitige Dokumentation Nr. 132 kann im Internet-Angebot des DStGB (Rubrik Publikationen) unter www.dstgb.de bestellt werden.

(Quelle: DStGB-Aktuell 26 vom 26. Juni 2015)

Ansprechpartner

undefined Peter Krey
Dezernent
- Dezernat 2 -

Telefon: 0431/570050-66

e-Mail:
peter.krey@staedteverband-sh.de

 

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