Familie & Jugend

Gesamtevaluation ehe- und familienbezogener Leistungen abgeschlossen

Ministerin Schwesig stellt Abschlussbericht vor: Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat am 28.08.2014 den Abschlussbericht der Gesamtevaluation der ehe- und familienbezogenen Leistungen in Deutschland vorgestellt.

Der Bericht fasst die Ergebnisse der 12 Forschungsmodule zusammen, die von über 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen seit Herbst 2009 erarbeitet wurden.

Die Gesamtevaluation untersuchte die letzten vier Jahre die Wirkung zentraler ehe- und familienbezogenen Leistungen des Bundes auf vier familienpolitische Ziele:

  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
  • Förderung und Wohlergehen von Kindern,
  • Wirtschaftliche Stabilität von Familien und Nachteilsausgleich,
  • Erfüllung von Kinderwünschen

Der Bericht fasst die Ergebnisse der 12 Forschungsmodule zusammen, die von über 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen seit Herbst 2009 erarbeitet wurden.

Kinderbetreuung und Elterngeld stärken Vereinbarkeit von Familie und Beruf am effektivsten

Die Evaluation zeigt, dass eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein zentraler Baustein ist, um auch die anderen familienpolitischen Ziele zu erreichen. Damit ist Vereinbarkeit der Dreh- und Angelpunkt einer wirksamen Familienpolitik. Zu den Leistungen mit den besten Wirkungen gehören die subventionierte Kinderbetreuung und das Elterngeld. Ohne die öffentlichen Gelder, die in die Kinderbetreuung fließen, wären 100.000 Mütter mit Kindern zwischen einem und drei Jahren nicht erwerbstätig.

In Bezug auf das Elterngeld konnte nachgewiesen werden, dass es dazu führt, dass Väter mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Beide Leistungen verringern das Armutsrisiko von Familien und stärken das Wohlergehen von Kindern, sie unterstützen zudem die Erfüllung von Kinderwünschen.

Passgenaue Leistungen sind effizient

Die Familienleistungen werden in der Bevölkerung hoch geschätzt. Das gilt für das Elterngeld ebenso wie für das Kindergeld. Weiter belegen die Untersuchungen, dass gerade auch kleine Leistungen sehr gut wirken, wie etwa der Kinderzuschlag für Geringverdiener oder der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende. Diese Leistungen sind im Verhältnis zu ihren Kosten sehr effizient.

Das Ehegattensplitting und die beitragsfreie Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung steigern indes nur kurzfristig das Einkommen von Familien, weil viele Mütter dadurch ihre Erwerbstätigkeit einschränken, was langfristig häufig zu Einkommensverlusten führt.

Der Abschlussbericht wurde von der Geschäftsstelle der Gesamtevaluation, der prognos AG, verfasst. Alle Studien sind veröffentlicht und können auf der Internetseite des Bundesfamilienministeriums unter www.bmfsfj.bund.de heruntergeladen werden.

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Marion Marx

Stellvertretende Geschäftsführerin
- Dezernat 3 -

Telefon: 0431/570050-64

e-Mail:
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