Inneres

Landesprojekt Kastration freilebender Katzen

Von Herbst 2014 bis einschließlich Herbst 2015 wurden in Schleswig-Holstein im Rahmen eines Pilotprojektes gegen Katzenelend in drei Aktionen insgesamt 7.428 Katzen kastriert. Mit 63,8 % handelte es sich dabei weit überwiegend um freilebende Katzen.

Dieses Pilotprojekt war durch das Zusammenwirken von Kommunen (vertreten durch die kommunalen Landesverbände), Land, Tierschutzverbänden, Tierärzteschaft und Landesjagdverband erst möglich geworden. Gemeinsames Ziel war es, darauf hinzuwirken, dass Katzen kastriert, gechippt und in einer Datenbank erfasst werden, um die Populationen freilebender Katzen in Schleswig-Holstein, die mit etwa 75.000 Tieren angenommen werden, und das damit verbundene Tierleid zu reduzieren. Dieses Pilotprojekt hatte ein Finanzvolumen von insgesamt 731.915 € (davon 186.125 € Honorarverzichte der Tierärztinnen und Tierärzte und 100.000 € aus dem Bedarfsfonds des kommunalen Finanzausgleichs).

Das Pilotprojekt ist inzwischen evaluiert. Der Evaluationsbericht ist im Internet unter www.gegenkatzenelend.schleswig-holstein.de und auf den Seiten des Städteverbandes Schleswig-Holstein unter http://www.staedteverband-sh.de/inneres/aid/453 eingestellt. Wichtigstes Ergebnis daraus ist, dass es für 2016 wieder eine Kastrationsaktion in Schleswig-Holstein geben soll, die aber ausschließlich auf freilebende Katzen fokussiert wird und am  17. Oktober 2016 startet. Private Halter von Katzen, die im Rahmen des Pilotprojektes 2014/15 unter bestimmten Voraussetzungen noch finanzielle Unterstützung für das Kastrieren ihrer Tiere erhalten haben, werden jetzt in ihrer Halterfunktion in die Verantwortung genommen.

Die Kastration freilebender Katzen bedarf nach Auffassung der Projektpartner jedoch weiter besonderer Unterstützung. Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume hat im Haushalt 2016 einen Betrag von 200.000 € für die Kastration dieser Tiere eingeplant, der Landestierschutzverband Schleswig-Holstein beabsichtigt, 10.000 € in die Kastrationsaktion 2016 einzuspeisen.

Aus Sicht des Städteverbandes Schleswig-Holstein und nach Rückmeldungen einzelner Städte zu nachgewiesenen eingesparten Aufwendungen in den Tierheimen sollte die Kastration freilebender Katzen auch 2016 unbedingt umgesetzt und mit möglichst umfangreichen Finanzmitteln ausgestattet werden. Dazu wird es hilfreich sein, wenn die Städte die Kastrationsaktion örtlich begleiten und finanziell unterstützen. Daher bitten die Projektpartner in einem gemeinsamen Schreiben an die Städte, Gemeinden und Ämter mit Hinweise um freiwillige Unterstützung des Fonds.

Aus Sicht der Geschäftsstelle ist eine breite Unterstützung des Projektes durch die Mitglieder wünschenswert und stellt einen positiven und erfolgversprechenden Beitrag zu dauerhaften Einsparungen kommunaler Finanzmittel in Tierheimen für Fundtiere dar.

Das gemeinsame Schreiben der Projektpartner steht nachfolgend zum Download zur Verfügung:

Schreiben der Projektpartner vom September 2016 

Ansprechpartnerin

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Claudia Zempel
Dezernentin
- Dezernat 4 -

Telefon: 0431/570050-63

e-Mail:
claudia.zempel@
staedteverband-sh.de

 

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