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NINA – Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes vorgestellt

Auf der Messe INTERSCHUTZ in Hannover stellte das Bundesinnenministerium am 8. Juni die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) entwickelte Warn-App für Smartphones vor. Mit dem Anschluss der neuen App an das Modulare Warnsystem des Bundes können die Bürger damit direkt über aktuelle Gefahrenlagen mit Warnmeldungen auf ihren Smartphones versorgt werden.

Die App heißt NINA (als Kurzform für "Notfall-Informations- und Nachrichten-App") und steht ab sofort für die Betriebssysteme iOS (ab Version 7.0) und Android (ab Version 4.0) bereit. Für andere Betriebssysteme steht unter www.warnung.bund.de eine mobilfähige Website zur Verfügung, die ebenfalls über alle aktuellen MoWaS-Warnungen in Deutschland informiert.

Das BBK hat die App als Teil des sogenannten Modularen Warnsystems (MoWaS) entwickelt, das seit 2013 in Betrieb ist. Die App für Smartphones wird die bereits angeschlossenen Warnmultiplikatoren (Rundfunk, Internet, Paging, Deutsche Bahn AG) ergänzen und bietet über sogenannte Push-Benachrichtigungen einen Weckeffekt, d. h. die App kann die Nutzer auf mögliche Gefahren aufmerksam machen.

Warnmeldungen können bisher durch den Bund und die Innenministerien der Länder verschickt werden. In Nordrhein-Westfalen wird MoWaS auch auf Ebene der kommunalen und integrierten Leitstellen eingeführt. So können die Menschen in NRW ohne Umwege über Gefahren in ihrer Nähe informiert werden. Die App NINA sei eine Ergänzung zu den bereits bestehenden Warn-Möglichkeiten, erklärte hierzu im Vorfeld NRW-Innenminister Ralf Jäger. Deswegen stattet NRW als erstes Land Zug um Zug alle Kreisleitstellen mit dem System MOWaS aus, damit die Warn-App zukünftig landesweit verfügbar ist.

Die App liest die Standortdaten des Smartphones aus, damit der Nutzer auch nur die für ihn relevanten Daten und Meldungen bekommt und nicht wegen eines Unwetters in vielen hundert Kilometern Entfernung aufgeschreckt wird. Berücksichtigt werden offizielle Meldungen der Innenbehörden sowie Warninformationen des Deutschen Wetterdiensts (DWD) und der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV). Der Nutzer von "NINA" kann sich statt der ortsbezogenen Warnungen auch alle bundesweiten Warnungen anzeigen lassen. Die Warnungen können über eine "Push-Funktion" direkt auf dem Bildschirm geleitet werden, damit die Nutzer sie sofort bemerken. Auch ein Warnton ertönt. Über diesen Weg kann die Bevölkerung zudem mit Verhaltenstipps versorgt werden – also etwa bei starker Rauchentwicklung dazu aufgefordert werden, drinnen zu bleiben und die Fenster zu schließen.

Nach Angaben des BKK dient die App als ein zusätzlicher Kanal zur Verbreitung der amtlichen Warnmeldungen des Bundes, der Länder und einiger Kommunen. Zusätzlich können sich die Nutzer auch Warninformationen des Deutschen Wetterdiensts (DWD) und der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) über Unwetter und Pegelstände anzeigen lassen, wenn sie dies wollen.

Weitere Informationen sind erhältlich unter www.bbk.bund.de/NINA.

(Quelle: DStGB-Aktuell 24 vom 12. Juni 2015)

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